Lösungsvorschläge und Vermeidungsstrategien für kleine und große Probleme, die auf einem Kindergeburtstag entstehen können

Ein Kindergeburtstag soll Spaß machen - aber manchmal passieren Dinge, die so nicht geplant waren. Dieser Notfallplan soll dabei helfen, schwierige Situationen zu vermeiden bzw. durch schnelles Handeln zu retten:

Problem 1:
 

"Ich kann leider nicht zu deinem Geburtstag kommen..."

 

Wenn von den 8 eingeladenen Kindern nur 3 übrig bleiben, ist das natürlich immer schade. Nun bleiben 2 Möglichkeiten: Entweder man verschiebt den Termin (und fragt vorher kurz nach, wer denn an dem Alternativtermin Zeit hätte...) - oder man plant um und feiert im kleinen Kreis an einem besonders tollen Ort - z.B. im Zoo oder Freizeitpark. 


 
Problem 2:

"Mama, ich bin krank..."

 

Der SuperGAU für jedes Kind - aber hier gibt es leider nur einen Lösung: die Party muss verschoben werden.

Machen sie sich trotzdem einen schönen Tag: Bestellen sie das Lieblingsessen des Kindes , legen sie sich zu ihm auf die COuch und machen (je nach Alter) z.B. einen Kinonachmittag mit dem Lieblingsfilm oder spielen sie ihrem Kind z.B. zur Unterhaltung etwas mit dem Kasperle-Theater vor.

 

Problem 3:

"Ich hab´ mir weh´ getan!"

 

Auch wenn es nur sehr selten vorkommt: Für den Fall, dass sich ein Kind ernsthaft verletzt, ist es ratsam die Mobilfunk Nr. der Eltern zu notieren, über die sie während der Feier erreichbar sind. Außerdem ist es beruhigend, wenn  mind. ein weiterer Erwachsener als Unterstützung während der Party anwesend ist. Dieser könnte dann notfalls auch mit dem verletzten Kind zum Arzt fahren. Für kleinere Verletzungen gilt: Legen sie ihre 1. Hilfe Tasche in Griffweite, prüfen sie vorher, ob genügend Pflaster vorhanden sind - Pflaster sind auch bei den anderen Kindern sehr begehrt, die plötzlich selbst kleine Schrammen entdecken, wenn ein anderes Kind verarztet wird.


 

Problem 4:

"Ich habe verloren" :-(((

 

Bei der Preisvergabe für die Partyspiele ist Fingerspitzengefühl gefragt: Macht man einen Wettkampf und belohnt nur den Sieger mit einem Preis, gibt es schnell Tränen unter den Verlierern - werden aber alle Kinder mit dem selben Preis belohnt, ist dies auch ungerecht. 
Wechseln sie zwischen Wettkampf-Spielen und Spielen wie Topfschlagen, wo jeder einen Preis erhält. Bieten sie dem Sieger an, dass er sich als erstes eine Süßigkeit aus der großen Schüssel aussuchen darf oder wechseln sie zwischen Spielen, bei denen unterschiedliche Fähigkeiten gefragt sind (Eierlauf, Tierquiz, etc.) - das erhöht die Chance, dass jedes Kind mal zu den Siegern gehört.
 

 

 

Problem 5: 

"Und was machen wir jetzt?"

 

Kindern fällt es noch sehr schwer, zu warten. Bereiten sie sich also gut vor und wählen sie Spiele aus, an denen sich alle beteiligen können. Kommt ein Spiel bzw. eine Bastelaktion nicht gut an, brechen Sie es ab!

 

 

Problem 6:

"Mir ist langweilig!"

 

Machen sie nicht den Fehler, durch das "Programm" zu jagen, um auch bloß alle Punkte auf der To-Do Liste abzuarbeiten... Kinder kommen schnell ins Spiel und solange sie Spaß haben, sollte man sie nicht unterbrechen. Sortieren sie also die To-Do Liste schon vor der Party nach Dingen, die unbedingt gemacht werden sollen und Dingen, die gemacht werden können, falls noch Zeit übrig bleibt. Falls noch Zeit bis zum Essen überbrückt werden muss: Ausmalbilder die zum Thema passen (kann man hier kostenlos ausdrucken) Stopptanzen, oder ein Tierquiz gehen eigentlich immer.

 

Problem 7: 

 

"Ich will nicht mitspielen"

 

Manche Kinder sind schüchtern, andere haben einfach keine Lust auf bestimmte Spiele... wichtig ist es, dass diese Kinder nicht die anderen Gäste mit "anstecken". Man sollte also am besten ruhig bleiben und nicht versuchen, dass Kind zum mitmachen zu überreden - das führt oft zum Gegenteil. Das Angebot: Dann schau doch erstmal zu, wenn es dir gefällt, darfst du in der nächsten Runde mitspielen" ist da schon erfolgsversprechender. Vielleicht hat das Kind auch Lust, ihnen ein wenig zu helfen (z.B. ein Bonbon zu verstecken, die Augen zu verbinden, etc.)

 

Problem 8: 

 

"Das schmeckt mir nicht....!"

 

Gestalten sie das Geburtstagsessen nicht zu exotisch! Kinder lieben Dinge, die sie kennen,

wie z.B. Würstchen & Pommes, Mini-Pizzen, etc. 

Schwierig wird es, wenn Kinder an Allergien oder anderen Lebensmittelunverträglichkeiten leiden und sie darüber nicht ausreichend informiert sind. Fragen sie daher schon wenn das Kind gebracht wird bei den Eltern nach, ob es irgendwelche Dinge gibt, auf die sie achten müssen!


Problem 9:

 

"Das hab´ich schon...."

 

Doppelte Geschenke sind ein Problem, das sich vermeiden lässt:
Legen sie z.B. einen Wunschzettel bei Amazon.de an. Hier können sie gemeinsam mit ihrem Kind überlegen, welche Geschenke sinnvoll wären. 
Dann schreiben sie den Link zum Wunschzettel mit auf die Einladung. Die Kinder können sich nun zu Hause den Wunschzettel ansehen (man kann sogar angeben, was man sich besonders doll wünscht!) - müssen die Artikel aber nicht zwingend bei Amazon bestellen sondern können auch "kaufe ich woanders" anklicken und das Geschenk im Laden kaufen. Der Artikel wird verschwindet dann natürlich trotzdem vom Wunschzettel.


Problem 10: 

 

"Können wir raus gehen?"

 

Gehen sie mit den Kindern an die frische Luft! Je größer/wilder die Gruppe, desto dringender! :-)

Planen sie eine Runde an der frischen Luft ein! Besonders bei einer großen / wilden Gruppe kann es in der Wohnung eskalieren... Wenn sie keinen Garten haben: Vielleicht ist ein kleiner Spielplatz in der Nähe? Oder sie machen eine Schnitzeljagt? Wichtig ist auch hier wieder: Planen sie vorher genau, was gemacht werden soll und holen sie sich mind. eine weitere Erwachsene Person als Unterstützung dazu!

 

Problem 11:

 

"DER hat angefangen!"

 

Es kommt immer mal vor, dass Kinder sich streiten.... jetzt hilft nur eins: Machen sie klare Ansagen! Versuchen sie anschließend, die Kinder möglichst zu trennen. Setzten sie sie am Tisch möglichst weit auseinander, teilen sie sie für unterschiedliche Gruppen ein etc.. Auch hier ist eine 2. Erwachsene Person sehr hilfreich, die die Streithähne ablenkt. 


 

Problem 12: 

"Ich will nicht nach Hause..."

 

Das ist ja eigentlich das größte Kompliment überhaupt - es kann trotzdem anstrengend werden, wenn die kleinen Gäste nicht nach Hause möchten und die Eltern schon im Flur stehen und warten...eine kleine "Give away" Tüte versüßt den Heimweg!  Außerdem können die Eltern ja gleich einen neuen Termin für ein Treffen der Kinder ausmachen.

 

 

 

 

 

 

 

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